Das Arbeitslosengeld ist nicht zu hoch

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Momentan hören wir es wieder überall: Wegen dem viel zu hohen Arbeitslosengeld (Österreich hat eine der niedrigsten Nettoersatzraten in der EU) und der Mindestsicherung (die weit unter dem Armutsniveau liegt), wollen Menschen offene Stellen nicht annehmen.

Zum einen gibt es nicht annähernd genug offene Stellen für die hunderttausenden Arbeitslosen in Österreich. Zum anderen wollen viele zurecht unterbezahlte Jobs mit Gesundheitsrisiko und schlechten Arbeitszeiten nicht annehmen. Und ja, den Fachkräftemangel gibt es natürlich, aber wenn kaum noch Unternehmen Lehrlinge ausbilden wollen, weil ihnen das zu teuer ist, braucht man sicher auch nicht wundern, dass ausgebildete Arbeitskräfte fehlen.

Die Lösungen sind so klar wie einfach:

  1. Viel mehr in Ausbildung investieren und schon in der Lehrzeit Löhne zahlen, von denen die Menschen auch leben können.
  2. Anständige Löhne weit weg vom Armutsniveau bezahlen. Deswegen brauchen wir einen Mindestlohn von 2.000 Euro netto für Vollzeitarbeit.
  3. Arbeitszeit reduzieren. Das haben wir seit knapp 40 Jahren nicht getan, obwohl wir immer produktiver wurden. Mit einer gesenkten Vollzeitsarbeitszeit gibt es auch viel mehr gute Jobs für alle, die einen wollen.

Diese drei Dinge könnten relativ schnell umgesetzt werden und würden unsere Arbeitswelt endlich ins 21. Jahrhundert bringen.

So geht Wandel.

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