Die Abscheulichkeit des Wolfgang Fellner

Wandel Aktuell, Presse Kommentieren

Dass Wolfgang Fellner, Werner Schima und ihre Lakaien keinerlei Skrupel haben und Lügen, Erpressung und Schmierenkampagnen zur Steigerung ihrer Profite einsetzen, ist nichts neues (https://www.dossier.at/…/korr…/wer-hat-angst-vor-wolfgang-f/). Ob gefälschte Interviews, Live-Ticker vom Begräbnis eines getöteten Kleinkindes oder die grundsätzlich sexualisierte und erniedrigende Darstellung von Frauen: Fellner beweist fast jeden Tag, dass der Content seiner Medien mit Journalismus und verantwortungsvollem Verhalten nichts zu tun hat. In den schweren Stunden dieser langen, traurigen Montag-Nacht ist seine Abscheulichkeit aber für jede:n in einer unübersehbaren Deutlichkeit sichtbar geworden.

Fellner nützte diesen verachtenswerten Anschlag schamlos aus, um höhere Klick-Raten und somit Profite zu generieren. Dabei ließ er jede Pietät und Anstand gegenüber den Angehörigen der Opfer vermissen. Fellner bespielt – frei von jeglichen ethischen Bedenken – die niedrigen Instinkte und schürt damit Angst und Panik. Er ist somit ein nützlicher Idiot in der Strategie des IS-Terrors. Er hilft jenen, die Krieg und Zerstörung wollen, dabei, in unseren Köpfen Angst und Panik zu verbreiten und Hass zwischen uns zu sähen. Obendrein widersetzte sich Fellner den Aufrufen der Einsatzkräfte, das Streuen von Gerüchten und das Zeigen von Live-Videos zu unterlassen und gefährdete damit die Taktik der Einsatzkräfte und potentiell weitere Leben. Fellner untergräbt unsere gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit, Fellner untergräbt den für eine demokratische Gesellschaft so wichtigen Zusammenhalt.

Dem müssen wir entschlossen entgegentreten. Fellner lernt nur übers Geld. Darum sagen wir:

#FellnerKübeln

  • Wir fordern alle öffentlichen Institutionen als auch staatsnahe Betriebe auf, jegliche Inserate in den Medien Wolfgang Fellners und zu kübeln.
  • Wir fordern alle privaten Unternehmen auf, dem Beispiel von Spar, Billa und Hofer und anderen zu folgen und jegliche Inserate in den Medien Wolfgang Fellners zu kübeln.
  • Nehmen wir es selbst in die Hand: Lasst uns gemeinsam das Drecksblatt ‚Österreich‘ kübeln. Lasst uns gemeinsam jeden Morgen einen Stapel Zeitungen nehmen und sie dort hin geben, wo sie hingehören: in den Mistkübel. Gemeinsam können wir die unmoralischen, verachtenswerten Praktiken des Wolfgang Fellner von uns stoßen und aus Wien und aus Österreich verbannen. #FellnerKübeln

Aber Fellner, die Krone und andere Inserate-getriebenen Medien sind nur die ekligen Auswürfe eines tieferliegenden Medienroblems. Als zentrale Säule unserer Demokratie und wichtigstes Informations- und Kontrollgremium müssen wir bei den Medien neue Wege gehen, um ihre ursprüngliche Funktion wiederherzustellen und journalistisches Arbeiten zu ermöglichen. Erstens sollten Medien die Gewinnorientierung untersagt werden und die Eigentümerschaft in Stiftungen und Vereinen übertragen werden. Zweitens sollten sie sich nur mehr über ihre Konsumenten sowie staatliche Medienförderung finanzieren, womit auch die Beeinflussung der Menschen und Medieninhalte durch Werbung und Konzerne Geschichte ein Ende hätte. Verwaltet und gestaltet sollten Medien durch Journalist:innen selbst werden, die in den höchsten Entscheidungsgremien jedes Mediums sitzen. Sie entscheiden über Inhalte und Ziele, wählen Chefredakteur:innen und Geschäftsführer:innen.

Die Stärkung von freien und transparenten Medien und ihre Kontrollfunktion sind ein wichtiger Schritt für das Gelingen von vielen anderen demokratiepolitischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Projekten und unausweichlich am Weg in Richtung einer gerechteren und freieren Gesellschaft.

PS: Angesichts der seriösen, verantwortungsvollen und würdigen Berichterstattung des ORF ist einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk für eine demokratische Gesellschaft ist!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.