Die Reichen nehmen uns aus

fayad Nationalratswahl 2019, Wohnen 1 Kommentar

Sie steigern die Immobilienpreise mit ihren Spekulationen und ihrer Gier immer weiter. In Höhen die für jeden Normalbürger mittlerweile kaum noch leistbar sind und Nicht-Gutverdiener brauchen über einen Wohnungskauf sowieso schon lange nicht mehr Nachdenken. Und unsere Politik: Sieht tatenlos zu.

Ja, gibt sogar depperte und weltfremde Ratschläge wie von unserem Altkanzler, der allen Ernstes sagt: „Für junge Menschen ist Eigentum die beste Maßnahme gegen Altersarmut.“

So wie bei den Banken ist mittlerweile auch bei den Immobilien klar, dass der Markt hier vollkommen versagt. Er erzeugt eine Blase nach der anderen und kann das Grundrecht Wohnen nicht stabil und leistbar bereitstellen.

Deswegen fordern wir eine Obergrenze von 10 Wohnimmobilien pro Person und/oder Firma. Damit nicht einige wenige den Markt beherrschen und die Menschen ausnehmen können.

Daneben brauchen wir sofort einen bundesweit geltenden Richtmietzinssatz, massiven öffentlichen Wohnbau, ein Ende von Befristungen ab der zweiten vermieteten Immobilien sowie ein Verbot die Maklerrechnung und die Mietvertragsvergebührung auf die MieterInnen abzuwälzen.

Dafür braucht es Wandel. Denn nur mit mutigen und visionären Forderungen wird sich etwas bewegen.

Also trauen wir uns was am 29. September. Wählen wir Wandel, denn es gibt viel zu gewinnen.

Kommentare 1

  1. Meine Meinung

    ist, dass der junge Kanzler oder seine Partei für seine Aussage, die er mit gesundem Menschenverstand selber nicht glauben kann, eine grosse Spende von einem „Immobilienentwickler“ bekommen hat. Warum ich das vermute? Weil, wenn sich junge Leute eine Wohnung kaufen, so wie er sich das vorstellt, sie das nur mit Krediten von Banken schaffen. Die wenigsten Jungen verfügen über die erforderlichen Barmittel. Das Risiko wandert vom Auftraggeber sofort zum Käufer, der ja das Geld nicht hat, sondern erst von der Bank bekommen muss. Der eigentliche Käufer ist also die Bank und der junge Mensch der Bezahler. Zum Dank darf der Zahler, solange der Kredit nicht ausfällt, in der Immobilie wohnen. Der Gewinner ist der „Entwickler“, er hat das geringste Risiko und macht das Geschäft mit Personen, die ein Bedürfnis stillen wollen, das Wohnbedürfnis, wie wir wissen ein Menschenrecht.

    Wir sollten vernünftiger Weise in leistbare Mietwohnungen investieren. Die sollten in kleinen überschaubaren Wohnsiedlungen sein, mit Anbindung an den ÖNV, mit Geschäften des täglichen Bedarfs, sozialen Einrichtungen. Und besonders wichtig scheint mir, es muss eine gute Durchmischung geben, Jung und Alt, Akademiker und „Hackler“, Eskimo, Indianer oder Afghane.

    Die Leerstände in den Dörfern und Ortszentren sollten verpflichtend genutzt werden müssen. Für Leerstände müssen nach spätestens 3 Monaten Gebühren eingehoben werden, die dem Richtzinssatz entsprechen. Also es muss teurer sein, eine Haus zu haben und nicht zu benutzen, als sie zu vermieten. Erstens würde dieses Modell einer Zersiedelung entgegen wirken, zweitens schlagartig die Mieten, durch den entstehenden Wohnungsüberschuss, auf ein erträgliches Mass reduzieren.

    Ich will Gewinnen, ich wähle

    ⊗ WANDL

    Marcus Wahl-Lupu

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