Auch unsere Medien sind ein Teil des Problems

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Unser Politikproblem besteht nicht nur aus Parteien und Politiker:innen, die nicht im Dienste der Menschen arbeiten. Auch unsere Medien sind als vierte Säule der Demokratie in ihrer heutigen Form ein riesiges Problem. Und hier sprechen wir von klassischen Medien, genauso wie von den sogenannten (a)sozialen Medien.

Sie alle gehören überreichen Menschen und Familien wie den Dichands, Zuckerbergs, Fellners, Bezos, Springers, Dorseys etc. dieser Welt. Und diese Überreichen nehmen massiven Einfluss auf die Berichterstattung. Journalist:innen können nicht frei arbeiten, sondern müssen den politischen Linie der Zeitungen folgen und die sind alle konservativ und kapitalistisch. Genauso ist es in den (a)sozialen Medien, wo geheime Algorithmen dafür sorgen, dass uns möglichst reißerische und kontroverse Beiträge gezeigt werden. Damit wir uns richtig aufregen und so lange wie möglich auf den Plattformen bleiben, während über jede:n von uns Profile erstellt, wir getrackt und mit personalisierter Werbung zum Kaufen gedrängt werden.

Ja, unsere Medien sind ein Problem und hier müssen wir bei der Wurzel ansetzen. Weltumspannende Netzwerke wie facebook oder Twitter dürfen niemals in der Hand von einzelnen Privatpersonen sein. Sie gehören im 21. Jahrhundert zur essenziellen Infrastruktur und müssen im Besitz der Gesellschaft demokratisch und transparent verwaltet werden. Bei klassischen Medien müssen wir für die journalistische Freiheit sorgen, in dem die Medien im „Besitz“ der Journalist:innen sind, nicht mehr gewinnorientiert arbeiten dürfen, keine Werbung platzieren können und rein über eine erhöhte Presseförderung sowie die Kund:innen finanziert werden.

Das wären wichtige erste Schritte, um Medien neu aufzustellen, denn Informationen sind Macht und in einer Demokratie, müssen diese gesellschaftlich, demokratisch und transparent zur Verfügung gestellt werden.

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