Was hat das noch mit Leistung zu tun?

fayad Arbeit, Kapitalismus, Neue Oligarchie, Steuerhinterziehung 1 Kommentar

Gar nichts. Denn Aktien kaufen und verkaufen, Unternehmensgewinne und Zinsen kassieren, erben oder Steuern zu hinterziehen sind keine Leistung.

Denn neben der Arbeit, der Superreiche vereinzelt auch nachgehen, sind das ihre großen Einnahmequellen. Darüber müssen wir auch reden und es nicht als selbstverständlich hinnehmen, dass einige Wenige unvorstellbare Summen erhalten, die auf unseren Lohnzetteln, bei den Umsätzen der kleinen und mittleren Unternehmen und in der Gemeinschaftskassa, der Staatskasse fehlen. Auch wenn bei uns zum Glück keine amerikanischen Zustände herrschen, bewegen wir uns in die gleiche Richtung. Die Reichen werden reicher, die Arbeiter und Angestellten ärmer.

  • Reden wir darüber, was es bedeutet, wenn eine Hand voll nicht gewählter Menschen, alle sozialen Medien der Welt besitzt und kontrolliert.
  • Reden wir darüber, was es bewirkt, wenn Hyperreiche unsere Parteien und Politiker sponsern und Gesetze dementsprechend aussehen.
  • Reden wir darüber, wie kleine und mittlere Unternehmen, die Steuern und Abgaben zahlen, mit Konzernen konkurieren sollen, die ihren Steuersatz Richtung Null drücken.
  • Reden wir darüber, was mit unserem Gesundheits-, Sozial-, Renten- und Bildungssystem passiert, wenn unsere Gemeinschaft nicht mehr fair finanziert wird.

Das sind relevante Fragen, über die wir und die Politik reden müssen. Das sind die Fragen, die uns alle betreffen und unsere Leben beeinflussen. Das ist der Grund, warum es Wandel braucht.

Kommentare 1

  1. Wir hatten erst kürzlich dieses Thema in einer etwas anderen Form unter dem Titel „Vermögensverteilung in Österreich-Doch nicht alle Millionäre?“ (15.11.2019).

    Damals ging es um Vermögens- und Erbschaftssteuern, heute liegt der Schwerpunkt auf der Kapitalertragssteuer. Diese ist in Österreich derzeit mit 25% auf Bankzinsen und 27,5% auf Dividenden festgesetzt, also um vieles geringer als die Lohn- oder Einkommenssteuer für mittlere Einkommen (35%) und nur so hoch wie für kleine Einkommen (25%). Im Umkehrschluss bedeutet das, dass es für den Geschäftsführer eines Betriebes lukrativer ist, wenn er sich ein kleines Gehalt ausbezahlen lässt und dafür bei Dividenden kräftiger zulangt, da sie ja viel geringer besteuert werden. Mit der 1993 abgeschafften Vermögenssteuer auf Nettovermögen und der von Lacina geplanten aber dann nicht eingeführten reformierten Grund- und Erbschaftsbesteuerung klafft bis heute eine Lücke, die durch die Abschaffung der Erbschaftssteuer im Jahr 2007/2008 nochweiter vergrössert wurde.

    Von den im Eingangsartikel genannten vier Punkten, ist der letzte Punkt, der die Finanzierung des Gesundheits-, Sozial-, Renten- und Bildungssystem erwähnt, derjenige, der mich am meisten aufregt. Es ist der Punkt, der alle betrifft und jeden beschäftigen muss! Anna Reichl, Vertragsbedienstete beim Bund, schreibt in ihrem Kommentar vom 16.11.2019 , dass sich viele Menschen abrackern, sie auch selbst Vollzeit beschäftigt ist, sich aber keine grossen Sprünge im Leben erlauben kann. Sie ist eine der Vielen, die das Sozialsystem durch Steuerleistungen aufrecht erhält! Zu den Nutzniessern gehören die Reichen und Wohlhabenden schon auch, oder?

    Wenn wir wollen, dass sich etwas ändert, wenn wir wollen, dass alle ihren Beitrag leisten, dann wäre es fair, wenn wir uns am

    ………………….Wandel…………

    beteiligen und mit der Partei der Zukunft gehen!

    Marcus Wahl-Lupu

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