Das ist doch nicht normal.

Swetlana Oswald Aktuell, Arbeit, Gerechtigkeit, Kapitalismus, Krise und Verteilungsfragen, Wirtschaft Kommentieren

In eineinhalb Stunden leistet Herr Iger sicher nicht das, was ein Disney-Mitarbeiter in einem Jahr erarbeitet. Auch nicht in 3 Stunden, 3 Tagen oder 3 Wochen.

Tagtäglich wird uns die Leistungsgesellschaft vorgepredigt, aber was hat das mit Leistung zu tun? Warum soll der CEO der Leistungsträger sein und der Mitarbeiter nichts? Und nein, der Risikoträger ist der CEO auch nicht, da er nicht mit seinem Privatvermögen haftet. Wenn es wirklich schlecht läuft für die Firma, also der CEO es vergeigt hat, dann steigt der mit einem dicken Abfertigungspaket aus. Die Mitarbeiter müssen Gehaltseinbußen hinnehmen, verlieren vielleicht ihren Job, oder überhaupt das ganze Unternehmen muss schließen. Wer trägt da das größere Risiko?

Gehaltsunterschiede okay, aber nicht solche Phantasiezahlen, die mit der Realität und Leistung nichts zu tun haben. Reden wir über ein Gehaltsverhältnis, also wie viel mal das höchste Gehalt den Mindestlohn übersteigen darf. Fünfmal, Zehnmal, Fünfzigmal? Was denkt ihr?

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