Die Gier der Superreichen

Swetlana Oswald Aktuell, Gerechtigkeit, International, Kapitalismus, Neue Oligarchie, Steuerhinterziehung, Steuern, Wirtschaft Kommentieren

Superreiche gab es immer schon und eine wirklich gerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen noch nie. Manches war früher aber schon deutlich anders und besser.

So war es für die meisten Großunternehmer noch normal, große Teile des Ertrages in die Betriebe, in Mitarbeiterwohnungen oder anständige Löhne zu investieren. Oft auch nicht uneigennützig, weil Mitarbeiter mit halbwegs vernünftigen Löhnen, auch mehr konsumieren können.

Am Wohnungsbeispiel lässt sich das Ganze am besten veranschaulichen.

„Einst war es üblich, dass die großen Arbeitgeber Werkswohnungen für ihre Arbeiter bauten, in denen diese gut und günstig wohnen konnten. Ganze Stadtteile sind so entstanden, wie zum Beispiel in Berlin die Siemensstadt.

Die Werkssiedlungen wurden versilbert. Aus Wohnraum wurden Anlageobjekte. Die Eigentümer hatten die Wohnungen einst gebaut, um den Wohlstand ihrer Arbeiter zu steigern. Für die Nachfahren sind sie nun ein Instrument, um den Wohlstand der Eigentümer zu mehren. Auf Kosten der Mieter.“ (Zitat Stern Artikel, Quelle siehe Bild).

Heute werden auf Teufel komm raus die Renditen gesteigert. Der Preis: Stagnierende oder sinkende Reallöhne, Investitionsstau und die Betriebswohnungen kennen die meisten sowieso nur mehr aus dem Märchenbuch. Und natürlich weniger Nachfrage, weil die Menschen weniger Geld für Konsum haben.

Die Gewinne schmuggeln die Superreichen an der Steuer vorbei in ihre Steuersümpfe, verprassen einen kleinen Teil für ihr Leben in Saus und Braus und legen den großen Rest an den Finanzmärkten an. Damit andere dafür arbeiten, dass aus ihren Milliarden noch mehr werden. Oder sie berauben uns einfach gleich ganz direkt, wie bei den CumEx-Geschäften, aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn man sich all das überlegt, braucht man sich nicht wundern, dass 2 von 3 Österreichern und Österreicherinnen mittlerweile eine Reichensteuer verlangen. Sie haben genug von der Gier der Reichen.

Wer es wirklich ernst meint damit und Wandel verlangt, der muss auch Teil davon werden, denn von Hoffen ist noch nie was besser geworden.

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