In 4,5 Stunden von der Ostsee zum Mittelmeer

fayad Zukunft 1 Kommentar

An einem Dezembertag schließen sich auf dem Shanghaier Bahnhof um 11.59 Uhr die Zugtüren, um Punkt zwölf rollt der G12 nach Peking los. In nur viereinhalb Stunden wird der Zug 1318 Kilometer zurücklegen, eine Distanz wie von der Ostsee zum Mittelmeer. Während der Fahrt reißt das WLAN kein einziges Mal ab.

Bequeme Sitze, großzügige Beinfreiheit, und acht Minuten nach Abfahrt beginnt der Bordservice: Eine Stewardess überreicht jedem Fahrgast ein Getränk, Cracker und Wasabi-Erbsen. Um 12.22 Uhr zeigt ein Display an, dass die Höchstgeschwindigkeit erreicht ist: 339 km/h. Seit das Land 2008 mit massiven Investitionen begann, ist sein Schnellzugnetz auf fast 30.000 Gleiskilometer gewachsen, das sind mehr als zwei Drittel aller weltweiten Strecken. (Spiegel, 14.12.2019 – https://www.spiegel.de/politik/ausland/eisenbahn-in-china-co2-ersparnis-ist-gering-noch-a-1300727.html)

Und bei uns in Europa geht einfach gar nichts weiter. Weil unsere PolitikerInnen und Parteien nur mit sich selber beschäftigt sind. Es wird nur gestritten und jeder versucht nur seine Macht- und Geldinteressen durchsetzen, seine Freunde und Sponsoren glücklich zu machen und am Ende einen fett bezahlten Posten ohne Arbeit in einem Aufsichtsrat zu bekommen.

Unsere Politik ist handlungsunfähig. Egal ob bei der Finanztransaktionssteuer, über die wir seit 20 Jahren reden, bei der Klimakrise und bei positiven Zukunftsfragen sowieso.

Aber nicht weil unser System so falsch ist. Das ist das chinesische noch viel mehr. Es liegt an den Menschen, die es sich in den Chefetagen der Parteien, der Kammern, der Gewerkschaften, staatsnahen Betrieben und natürlich Abgeordnetenbänken über Jahre sehr gemütlich eingerichtet haben. Sie sind die Schuldigen und sie müssen wir vertreiben, wenn wir uns endlich wieder in einer gerechte, aufregende und visionäre Zukunft aufmachen wollen.

Wandel. Denn es gibt viel zu gewinnen.

Kommentare 1

  1. Wir behindern uns selber. Wir lassen keinen Fortschritt zu. Wir sind so verbohrt in unsere Nationalstaatlerei und bringen auf europäischer Ebene nichts weiter. Da gibt es Staaten in Afrika, Asien und Amerika, die sind weit grösser als dieses Mickeymaus Europa, und die machen etwas. Bei uns wird immer das Argument vorgeschoben, dass Zusammenleben in Europa auf Grund der vielen Ethnien nicht funkionieren würde. Die Italiener ticken nun mal anders als die Ungarn oder Polen. Schwachsinn! Ethnien sind ja nicht begrenzt auf Nationalstaaten. Es ist unsere Bequemlichkeit. Und da sind uns die Asiaten voraus, wenn nicht sogar fremd! Die vorhandenen Eisenbahnlinien haben ja auch einmal gebaut werden müssen. Die Probleme haben mit der Elektrifizierung begonnen. Jeder hat seine eigene Suppe gekocht, da gab es noch keine EU, und jetzt haben wir das Schlamassel. Mit der Errichtung einer Transeuropäischen Eisenbahn könnte man auch diesen Zustand bereinigen.

    Das System, nennen wir es beim Namen, ein sozialistisches oder kommunistisches System ist nicht so schlecht, es hat aber einen schlechten Ruf. Oftmals wird Kommunismus mit Diktatur gleichgesetzt, das ist es aber nicht. Auch Stalinismus ist etwas anderes und hat nichts mit sozialer Gerechtigekeit, Gleichberechtigung und Antikapitalismus zu tun. Hier würde die Bevölkerung einmal ordentlich geschult gehören, dann würde sich das Blatt sofort wenden. Das wollen aber wieder die Regierenden nicht. Das ist mit ein Grund, warum beim Schulsystem seit Jahrzehnten nichts weitergeht. Die Bevölkerung könnte ja sehen, wie sie über Jahrzehnte über den Tisch gezogen wurde. Aber ein kleines Beispiel gibt es ja bereits mit Strache. Da kann man etwa erkennen, wie der Hase läuft. Cseausescu war auch nicht anders, und Orban. Es kommt auf den Charakter der Regierenden an und der war in den vergangenen Jahren sehr schlecht,

    deshalb jetzt —–Wandel—-,

    damit auch wir eine Eisenbahn, aber nicht nur, bekommen!

    Marcus Wahl-Lupu!

    Ps: Bitte auf das Büro nicht vergessen!

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