Klimastreik statt Wahlkampfabschluss

fayad Klima- & Umweltkrise, Nationalratswahl 2019 4 Kommentare

“Wir haben unseren Wahlkampagnenabschluss heute abgesagt. Unsere Arbeit ist heute, am Sonntag und auch am Montag nicht vorbei. Die Probleme werden nach der Wahl nicht weniger. Heute sind wir beim Klimastreik und am Montag arbeiten wir weiter für die Sache, weil es uns um wirklichen Wandel geht”, so unsere Spitzenkandidatin Dani Platsch.

Alle anderen Parteien veranstalten heute ihren Wahlkampfabschluss und feiern sich für Kampagnen, in denen es um nichts ging. Gleichzeitig streiken heute Millionen Menschen weltweit für den Klima- und Umweltschutz. Um die Klima- und Umweltkrise zu lösen, braucht es politische Lösungen, die an die Wurzel der Probleme gehen. Das Herumbasteln an den Symptomen ist und bleibt sinnlos. Unser System stellt Profit über Mensch, Tier und Planet. Dieses System, sprich den Kapitalismus, müssen wir überwinden, wenn wir eine Chance haben wollen.

Systemwandel statt Klimawandel

“Die heutigen Herausforderungen sind nur mit einem Systemwandel lösbar. Alle wissen und spüren das. Nur in der Politik und im Parlament kommt nichts davon an, weil sie nichts davon hören wollen. Weil sie Teil dieses System sind. Sie sind die politischen Handlanger der Reichen und Konzerne und werden sich nicht selber abschaffen.”, so unser Spitzenkandidat Fayad Mulla

“Wer nicht vom Kapitalismus reden will, soll auch zur Klima- und Umweltkrise schweigen. Wir stellen diese und andere mutige Forderungen nach anständigen Löhnen, Wohnungen im Besitz derer, die drinnen wohnen und mehr Demokratie durch einen Bürgerrat statt Bundesrat. Das und mehr fehlt in der Politik. Wir alle sehnen uns nach Neuem, aber vom Hoffen alleine kann es nicht entstehen. Auch nicht vom kleinsten Übel wählen. Neues braucht Unterstützung und Zuspruch. Also wählen wir unsere Überzeugung. Es gibt viel zu gewinnen.“

Kommentare 4

  1. Ursprünglich dachte ich mir, ich treffe mit zwei Klappen eine Fliege. Das OE1-„Journal um Acht“ hat mich sogar noch bestärkt mit der Ankündigung, die Schlussveranstaltung des Wandel(s) würde bereits am Vormittag stattfinden und um die Mittagszeit könnte ich mich dann aufmachen, zur Abschlussveranstaltung der Klimawoche. In Wien angekommen wurde ich dann eines besseren belehrt: „Heute wird bei Fridays for Future gewandelt.“ Auch gut, weil so habe ich mit einer Klappe zwei Fliegen getroffen, um bei dieser Metapher zu bleiben.

    Und wir bleiben noch bei der Metapher mit den zwei Klappen. Wenn wir das Klima schützen, kommen wir automatisch zum Wandel, wenn wir Wandel wählen, schützen wir das Klima.
    Würden wir uns endlich von diesem unsäglichen Kapitalismus verabschieden, wären Klimarettungsmassnahmen in einem viel geringeren Unmfang nötig, oder würden viel leichter fallen. Ich persönlich bin ein Verfechter der geringen Geschwindigkeit. Geringere Geschwindigkeit beim Autoverkehr würde den Verbrauch schnell senken. Eine Massnahme, die man von einem Tag auf den anderen mittels Verordnung umsetzten könnte. Mein Vorschlag, wie schon an anderer Stelle einmal geschrieben, wäre A-100km/h, B-80km/h und L-70km/h. Langsamer fahrende Autos haben einen geringeren Reifenverschleiss, überhaupt einen geringeren Verschleiss, was bedeutet, sie würden länger halten, daher müsste man weniger Autos produzieren. Benzinpreis um 50cent raufsetzten und staatlich regeln. In Ballungsgebieten mit guter Öffi-Infrastruktur kann der Spritpreis höher sein, im finsteren Waldviertel etwas niedriger. Pendlerpauschale muss umbedingt überdacht werden, Gutverdiener im Speckgürtel bekommen derzeit im Verhältnis zu viel, deren Leasingrate bezahlt die Allgemeinheit, Schlechtverdiener, die täglich 200km zurücklegen, müssten bei höheren Spritpreisen über die Pendlerpauschale mehr entlastet werden. Andererseits sollte die ländliche Bevölkerung überdenken, ob es notwendig ist, innerhalb von Ortschaften die Wegstrecken mit dem Auto zurückzulegen, manchmal klappt es auch zu Fuss oder mit dem Rad, auch ein Beispiel an dem man erkennt, dass der Spritpreis viel zu gering ist. Ausbau des öffentlichen Verkehrs mit Kleinbussen. Erbärmlich ist das Argument, dass die Busse immer leer wären. Ein 12 Meter Bus, der 3 Mal pro Tag fährt und für eine 35 km Wegstrecke über 1,5 Stunden braucht, weil er durch 27 Ortschaften fährt, wird nicht angenommen. Wir brauchen kleine Fahrzeuge, die einmal pro Stunde fahren und 1/3-1/4 von einem grossen Bus verbrauchen. Gleichzeitig muss man natürlich auch über alternative Antriebstechnologien nachdenken, aber unter Bedachtnahme geringerer Geschwindigkeiten und kürzerer Wegstrecken, wäre durchaus mit heute vorhandenen Technologien längere Zeit das Auslangen zu finden. Sogesehen könnte man überlegen, was es bedeuten würde, wenn man die Produktion von spritfressenden PKW (!) mit 1.1.2020 einstellen würde. Mathematiker, bitte an die Rechenstifte!

    Wir wärmen nochmals die Metapher auf. Mit der Klappe, also Einstellung der Produktion von spritverbrauchenden PKW, haben wir zwei Fliegen, das Klima und den

    ⨂ Wandel,

    den wir morgen wählen werden,

    Marcus Wahl-Lupu

    Ps: Morgen starten einige Mitbürger, deren Eltern oder Grosseltern im dritten Reich verfolgt wurden, ins neue Jahr, ich gehöre auch dazu. Unser Wunsch ist es, dass sich der vernünftige Teil der Bevölkerung zu einem Wandel entschliesst und von einer Wahl von allzu blaustichigen Farben Abstand nimmt.

  2. War in Salzburg am Demonstrieren! Die ‚Behörden‘ sprachen von 2.000 Teilnehmer/inne/n. Was raucht die Salzburger Polizei für Zeug? Jedenfalls können die nicht zählen. Belegphoto kann ich hier leider nicht hochladen. Oder doch? (s.u.?) Biason hat vom Mozarteum aus zugejubelt. Der Pfarrer von der evangelischen Kirche war am Kirchturm und hat (etwa wie weiland Don Camillo) während des Vorbeizugs der Demonstrant/inn/en die Glocken geläutet – geschätzte 30 Minuten lang!
    Dieser Menschenstrom, die Vielfältigkeit der Miteinander Gehenden – das macht Mut! Wandelt sich auch Salzburg?! Es ist zu hoffen…

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