Wir arbeiten für die Banken

Swetlana Oswald Aktuell, Arbeit, Krise und Verteilungsfragen, Wirtschaft Kommentieren

Sie saugen Milliarden aus der Wirtschaft, aus den Firmengewinnen, aus unseren Löhnen und selbst das ist ihnen nicht genug. Bis sie es wieder übertreiben und die Firmen und die Angestellten, die Steuerzahler, wieder Milliarden für die Banken zahlen dürfen, die danach einfach weitermachen, als wäre nichts geschehen.

Der Finanzsektor ist zu einer Belastung für die Wirtschaft, den Staat, ja die Menschen geworden. Die positiven Effekte kann man mit der Lupe suchen. In den USA arbeiten nur 4 Prozent der Angestellten im Finanzsektor, der aber 25 Prozent aller Unternehmensgewinne einstreift. Es ist eine riesige Maschinerie mit nur einer Aufgabe: Immer mehr Geld auf die Konten ihrer Besitzer und Anleger, der Oligarchen dieser Welt, zu räumen.

Das muss enden und zwar sofort. Der Finanzsektor darf nur eine Aufgabe, Vermögen zu verwalten und Menschen und Unternehmen mit Geld zu versorgen. Das ist eine fade Dienstleistung im Hintergrund und darf diesen undurchschaubaren Finanzkonzernen keine Rolle an der Spitze von Wirtschaft und Gesellschaft geben. Schon gar nicht in Anbetracht der Tatsache, dass sie regelmäßig die gesamte Wirtschaft in den Abgrund stürzen, sich nie einer Schuld bewusst sind und alle andere für ihre Fehler zahlen dürfen.

Das Scheitern der Finanzindustrie in privater Hand ist oft genug bewiesen worden. Allen voran ist ein sozialisierter Bankensektor die Grundvoraussetzung für eine Welt nach dem Raubtier-Neoliberalismus

Banken sollen zu einer staatlichen Infrastrukturdienstleistung werden und so wie die Wasserversorgung oder die Müllabfuhr gemanaged werden. Effizient und ohne Profitzwang.

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