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10 Gründe für die 30 Stunden Woche

10 Gründe für die 30 Stunden Woche
30h

 

1. Mehr Arbeit für alle

Heute ist Arbeit sehr ungleich verteilt. Während die einen unter einer immer höheren Arbeitsbelastung leiden, wird es für andere fast unmöglich, überhaupt noch eine Arbeit zu finden. Die 30 Stunden Woche kann dazu beitragen, diesen Widerspruch abzumildern und die absurde Einkommensschere in unserer Gesellschaft zu schließen.

2. Faire Löhne

Seit den 90ern stagnieren die Arbeitseinkommen, während die Gewinne großer Unternehmen nach oben schnellen. Zusätzlich dazu wurden in der Krise viele Stellen abgebaut, die bis jetzt nicht mehr nachbesetzt wurden. Immer mehr Menschen werden so in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gedrängt oder brennen auf Grund der Belastung in ihren Vollzeitjobs aus. Wir haben lange genug zugesehen, wie uns immer weitere Einschnitte in unsere Arbeitsrechte als wachstumsfördernd verkauft wurden. Es ist Zeit, unsere Arbeit bei steigenden Löhnen zu verkürzen!

3. Eine gesunde Wirtschaft

Unser Ziel ist nicht die Gesellschaft für die Wirtschaft zu verändern, sondern die Wirtschaft auf die Bedürfnisse von uns Menschen und unserer Umwelt anzupassen. Aber unabhängig davon, braucht es für eine langfristig erfolgreiche  Wirtschaft auch eine stabile Gesellschaft. Gleichere Gesellschaften verhindern, dass wirtschaftlicher Fortschritt allein auf Schulden und Kredit aufbaut und sorgen dafür, dass stattdessen in den langfristigen Fortschritt für alle investiert wird.

4. Ein kleinerer ökologischer Fußabdruck

Wer erst spät aus der Arbeit kommt, hat nur wenig Zeit, gesund zu leben oder bewusst zu konsumieren. Fertigprodukte sind bei Zeitmangel oft die letzte Rettung. Sie produzieren aber nicht nur viel Verpackungsmüll, sondern haben meist auch einen hohen ökologischen Fußabdruck. Eine kürzere Arbeitswoche erlaubt uns, unsere Zeit – und die Dinge, die wir kaufen – neu zu bewerten. Damit würden wir nicht nur uns selbst etwas Gutes tun, sondern in den meisten Fällen auch unserer Umwelt.

5. Gesunde Menschen

Arbeitslosigkeit und Überlastung führen zu gesundheitlichen Schäden. Dabei kann Arbeit, je nachdem wie sie verteilt, entlohnt und organisiert wird, einen wichtigen Beitrag zu unserem Wohlbefinden und Selbstwertgefühl leisten. Eine kürzere Arbeitswoche heißt auch Kontrolle über unser Leben zu gewinnen. Das reduziert Stress und verbessert unsere physische und mentale Gesundheit.

6. Mehr Zeit für Familie, Freunde und Nachbarn

Eine kürzere Arbeitswoche erlaubt uns, mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die uns wichtig sind – unsere Eltern, Kinder, Freunde und Nachbarn. Mehr als 400.000 Menschen in Österreich pflegen regelmäßig hilfsbedürftige Verwandte und Bekannte. Diesen Verbindungen Raum zu geben, heißt unsere Gesellschaft stärken.

7. Faire Chancen für Frauen

Frauen verrichten heute viel mehr unbezahlte Arbeit als Männer in der Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen. Das hat natürlich Auswirkungen auf ihre beruflichen Chancen. Gleichzeitig haben Männer oft nicht die Möglichkeit, entspannt Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Eine kürzere Arbeitswoche kann dabei helfen, die gemeinsame Hausarbeit besser aufzuteilen und Frauen einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

8. Aktiv altern

Viele Menschen wollen heute so schnell wie möglich in Pension gehen, weil sie ihren Job hassen, ihn körperlich nicht mehr aushalten oder zuviel Stress haben. Gleichzeitig ist ein schneller Schritt in die Pension für viele Menschen auch ein Ereignis, bei dem sie ihren bisherigen Halt verlieren. Eine kürzere und flexiblere Arbeitswoche kann den Wechsel vom Arbeitsleben in die Pension abfedern und negative Effekte abfedern.

9. Entlastung öffentlicher Ressourcen

Eine gleichere Verteilung der Arbeit ermöglicht es Menschen, länger in Beschäftigung zu bleiben und reduziert damit sowohl die Pensionskosten als auch die vielen öffentlichen Ausgaben, die mit Arbeitslosigkeit einhergehen. All das hilft uns dabei, öffentliche Gelder für Investitionen in unser aller Zukunft frei zu machen.

10. Eine starke Demokratie

Demokratie braucht Zeit. Die 30 Stunden eröffnet endlich allen Menschen eine aktive Teilhabe an unserer Gesellschaft. Oft mangelt es für demokratisches Engagement in der Nachbarschaft oder in anderen Initiativen an nicht mehr als Zeit.

 
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