Doch nicht alle Millionäre?

fayad Steuern, Vermögensverteilung 3 Kommentare

Wenn es um Vermögens- oder Erbschaftssteuern geht, glaubt man manchmal in Diskussionen, dass in Österreich nur Millionäre wohnen 🙂

Ist leider nicht so. Ganz im Gegenteil. Ein paar besitzen so viel, dass sie jede Grafik sprengen und für den Rest braucht man schon eher eine Lupe.

Also schönes Wochenende und zeigt diese Grafik ruhig auch mal euren Freunden und Familien.

Kommentare 3

  1. Dass bei Diskussionen der Eindruck entsteht, in Österreich würden nur Millionäre wohnen, hat mehrere Gründe:

    1. Die Berichterstattung in den Printmedien, besonders die mit den grossen Überschriften, stellen das Thema rund ums Erben sehr verkürzt dar. Der Leser muss den Eindruck gewinnen, dass jeder ohne Wenn und Aber zur Kasse gebeten wird, dementsprechend wird auch argumentiert.
    2. Ganz besonders der Österreicher neigt dazu, sich, was Lohn und „soziale Stellung“ betrifft, immer wenigstens eine Stufe höher darzustellen, als es zutreffen würde. Somit müsste man die Kurve oben um einen Balken, der die fiktive Vermögensverteilung wiedergibt, erweitern.
    3. An Diskussionen rund ums Vermögen und Erben nehmen überproportional viele Personen teil, die auf Grund ihrer Bildung und dem daraus resultierenden Einkommen am ehesten etwas weiterzugeben hätten, also laut Graphik über dem Schwellenwert 40% liegen und die untersten 20% an solchen Diskussionen kaum anzutreffen oder wenigstens unterrepräsentiert sind.

    Ich würde mir wünschen, dass auch in den Medien der —– Wandel —– einsetzt und die Journalisten der Bevölkerung nicht nur Raubersgschichten, sondern auch edukative Happen leicht verständlich präsentieren,

    Marcus Wahl-Lupu !

    1. Hallo, ich bin eine kritische Bürgerin, komme aus einer Arbeiterfamilie, wo es geheißen hat, durch Fleiß und Arbeit kannst vieles erreichen. Stimmt bis zu einem gewissen Grad. Die Mehrheit der Menschen rackert sich ab und es ist immer noch zu wenig, um ein sorgenfreies Leben zu führen.
      Wenn ich dann die Bilder der sogenannten feinen Gesellschaft sehe (Oligarchie törggellen 2019),
      steigt in mir Wut und Zorn, wie sie mit unserem erarbeitetem Gewinn frönen und sich beweihräüchern, als wären sie die Gutmenschen schlechthin. Traurig ist für mich, das wir immer noch in einer hirachischen Daseinsform unser Leben führen müssen. Ich bin Vertragsbedienstete beim Bund im handwerklichen Dienst, arbeite Vollzeit und kann mir keine großen Sprünge im Leben erlauben, obwohl es ein sicherer Arbeitsplatz ist. Da ist etwas faul im System. LG Anna

  2. „Durch Fleiss und Arbeit kannst vieles erreichen“,

    hat für meine Grosselterngeneration noch gestimmt. Wer das Glück hatte und eine Schule besuchen konnte und die Nazi-Zeit überlebt hatte, der konnte nach dem Wiederaufbau und wegen der Sozialleistungen einiges erreichen. Die späten 70er und frühen 80er waren die Zeit der Ernte. Das war aber auch die Zeit, in der die ersten begonnen haben, überdimensional zu verdienen, man hörte zum ersten Mal etwas von einer Schere.
    Ich bin sicher niemanden etwas neidig, das Wort Neid kommt in meinem Sprachgebrauch nicht vor, wenn man sich aber das Besoldungsschema für Beamte und Vertragsbedienstete ansieht und die Summen mit denen von vor 20 Jahren vergleicht, so kann man sehr leicht die Schere erkennen. Für die Einen sind die Gehälter kaum, für die Anderen sehr gut gestiegen. Und eine Semmel kostet für alle gleich viel und ein Auto auch.

    Solange im System etwas faul ist, wird sich nichts ändern, aber sobald das System fault, kommt es zum WANDEL,

    Marcus Wahl Lupu

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