Gewinne für alle

fayad Arbeit, Kapitalismus 2 Kommentare

Ständig hören wir die Politiker darüber streiten, wie man die Einkommen der Armen und der Mittelschicht erhöhen kann. Von homöopathischen Steuersenkungen bis Mindestsicherung streichen fällt ihnen alles ein. Nur mit Sicherheit nichts, das wirklich einen realen Effekt hätte.

Nämlich Leistung fair zu belohnen. Jeder Angestellte, vom Chef bis zur Reinigungskraft, von der Krankenpflegerin bis zur Ärztin, vom Verkäufer zur Abteilungsleiterin: Alle tragen ihren Teil am Unternehmenserfolg. Nur gemeinsam haben sie Erfolg.

Also reden wir darüber, was gerechte Entlohnung ist. Wer die wirklichen Leistungsträger in unserer Gesellschaft sind. Welche Jobs wir vielleicht gar nicht mehr brauchen, weil sie der Gesellschaft mehr schaden als nutzen. Was ein gerechter Mindestlohn und auch was ein gerechter Höchstlohn ist.

Wenn wir hier Gerechtigkeit schaffen, brauchen wir auch keine staatliche Umverteilung, die das ständige Marktversagen ausgleichen muss. Die den einen was nimmt und den anderen Almosen gibt. Schaffen wir eine anständige Primärverteilung und damit einen gewaltigen Schritt Richtung mehr Gerechtigkeit.

So geht Fortschritt.

Kommentare 2

  1. Meine Meinung:

    1. Absatz:
    Es streiten weniger die Politiker, als vielmehr die Bevölkerung. Es stimmt schon, die Steuersenkungen fallen homöopathisch aus, aber die Mindestsicherung wollte eher die untere Mittelschicht abgeschafft wissen, also diejenigen, die gerade mal ein bisschen mehr als Nichts haben wollen den Armen das letzte wegnehmen. Ein realer Effekt, so wie uns Wandlern es vorschwebt, ist von der Politik und den Konzernen nicht erwünscht, weil ihen plötzlich das Druckmittel Geld davonschwimmen würde. Was mich gleich führt zum

    2. Absatz:
    Faire Entlohnung ist nicht Ziel des Kapitalismus. Der Kapitalismus braucht eine kleine Unterschicht, also Personen, die für sehr wenig Geld die Drecksarbeit verrichtet, eine grosse Mittelschicht, die Kredite bezieht und sich ein Leben lang ausliefert und für Eigentum, das ihr eingeredet wird zu brauchen, arbeitet. Weiters braucht man im Kapitalismus eine Oberschicht, deren Ziel es ist, reich zu werden, diese Ziel aber durch die kalte Progression nie erreichen kann, und dann schlussendlich die, die haben und horten. Und das führt mich zum

    3. Absatz:
    Die wirklichen Leistungsträger in der Gesellschaft sind zum Beispiel die Eltern. Das hat anno dazumals bereits Kreisky erkannt, der das Heirats- und Kindergeld eingeführt hat. Ihm ist es damals auch darum gegeangen, einer Überalterung der Gesellschaft entgegenzuwirken, aber auch die Belastung, der Eltern ausgesetzt sind, abzufedern. Arbeit die für die Gesellschaft erbracht wird, muss genauso viel Wert sein, wie die Tätigkeit in der Wirtschaft.

    4. Absatz:
    Wir wollen folgende Überlegung anstellen: Alle Personen, jetzt nur einmal hier in Europa, müssen irgendwo wohnen, sich ernähren, gesundheitlich versorgt werden, also gewisse Grundbedürfnisse müssen befriedigt werden. Niemand will, das irgendein Mensch kein Zuhause hat, oder krank auf der Strasse verendet. Das kann der Markt, siehe USA, nicht zufriedenstellend lösen. Also liegt es nahe, dass der Staat die Umverteilung übernimmt und jeden mit einem Grundkapital oder einer Lebensgrundlage ausstattet. Lebensgrundlage ist das schönere Wort, das Wort Grundkapital stinkt, meine Meinung. Das funktioniert nur über eine Erhöhung der Steuerlast. Steuerlast ist per se nichts schlechtes, solange jeder davon profitieren kann. Was nützt eine geringe Steuerlast, wenn dem Staat das Geld fehlt, öffentliche Einrichtungen zu finanzieren. Sobald jeder Mensch seine Lebensgrundlage bekommt, gibt es keine Almosenbezieher mehr. Das stärkt das Selbstbewustsein, weil man ja vollwertiges Mitglied der Gesellschaft ist.

    Letzter Satz:
    Obwohl eine anständige Primärverteilung sehr wünschenswert wäre, so bin ich doch etwas skeptisch, ob sie auch zufriedenstellend funktionieren kann. Das Wesen der Primärverteilung ist, dass der, der das Kapital hat, dem, der es nicht hat, gibt. Ein Lösungsansatz wäre, dass man das erwirtschaftete Kapital in einen Sack steckt und die Summe prozentuell gleichmässig verteilt. Das widerspricht aber meiner Einstellung, weil der, der z.B. Miete bezahlt, ja auch einen fixen Betrag errichtet und keinen prozentuellen.

    Also, Verteilung, Gerechtigkeit und

    WANDEL

    Marcus Wahl-Lupu !

  2. Fahrradkuriere, endlich ist es soweit, ab 1.1.2020 gibt es einen Kollektivvertrag. Das berichtete der Standard in seiner Online Ausgabe vom 3. November.

    Es gibt nur noch sehr wenige Branchen, wo es keinen Kollektivvertrag gibt. Die Dienstleistungsgewerkschaft Vida hat es zustande gebracht, dass die Fahrradboten arbeits- und sozialrechtlich abgesichert sind. Immerhin sind 98 Prozent aller Branchen mit einer Tarifvereinbarung ausgestattet, aber für etwa 150 Branchen gibt es so etwas noch immer nicht. Unsere Forderung ist nun, dass alle unselbstständig Arbeitenden in Kollektivverträgen untergebracht sind. Egal ob Fiaker in Wien, Friseur, Notariatsmitarbeiter oder Beschäftigte im Marketing, sie alle sind Teil der Gesellschaft und haben sich daher die Absicherung über Verträge verdient. Bezahlungswildwuchs und Stundenschinderei, statt Krankenstand Arbeitslosigkeit, kein Weihnachts und Urlaubsgeld, das müssen sich die Menschen in vertragslosen Branchen über sich ergehen lassen.

    Daher sollten wir endlich handeln und forcieren den

    xxxxxxxxxx WANDEL xxxxxxxxxxxx,

    Marcus Wahl Lupu

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