Da will wer aber dringend Wandel

Wir auch. Danke für die nette Aktion 🙂

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25. September 2019

Ich will auch endlich Wandel!

Krankheitsbedingt habe ich in den letzten zwei Jahren 5 verschieden Krankenhäuser kennengelernt! Im einen oder anderen war ich sogar öfter zu Gast, weiters war ich auch in diesen zwei Jahren zweimal auf Reha, somit in Summe an sechs verschiedenen Institutionen. Bei den nicht gerade spannenden Aufenthalten studiert man halt so die Anschläge an der Wand und stolpert in der Kategorie Pflegeteam oder Haustechnik oder physikalische Therapie permanent über serbische, kroatische, bosnische, ungarische, rumänische, korianische, philippinische, ägyptische also fremdländische Namen. Würden diese wegfallen, könnten unsere Spitäler zusperren.

Kürzlich war mein Wagen wegen eines komischen Gräusches in der Werkstatt, die beiden Herren, die sich der Sache routiniert annahmen, waren eher dunkelhäutig und vermutlich türkischer Herkunft. Und bei der letzten Wohnnungsrenovierung waren ausschliesslich Polen am Werk, die bereits in den 80er Jahren nach Österreich geflüchtet sind und im Aufnahmelager Traiskirchen ihre erste, damals positive Bekanntschaft mit österreichischen Behörden gemacht haben.

Worauf ich hinaus will kann man schon erahnen. In Ostösterreich werden wenigstens 50 % aller Dienstleistungen von Kräften ausländischer Herkunft erledigt. Manche sind bereits österreichische Staatsbürger, manche nicht. Viele Arbeiten, unangenehme oder schwere, schmutzige werden von angestammten Österreichern nicht mehr gemacht, sie sind ihnen zu belastend und zu schlecht bezahlt.

Nun, die tĂĽrkis-blaue Politik belĂĽgt ihre Wähler. Die Ă–VP sugeriert, man könnte “die Einwanderung in den Sozialstaat stoppen” und die FPĂ– will “illegale Migration stoppen, alle Zuwanderer loswerden”. Oder wenigstens die Muslime. Gerade die kapitalistisch orientierte Ă–VP weiss, dass man Zuwanderung braucht, um das Wirtschafrtswachstum aufrecht zu erhalten, denn die Zuwanderer verdienen ja nicht nur Geld, sie geben auch Geld aus. Das Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre ist zu einem grossenTeil der Zuwanderung geschuldet. Und die FPĂ– hat doch mit Religion nichts am Hut, ob die 80%, von denen sie nicht gewählt werden, Christen, Buddhisten, Juden oder Moslems sind, kann ihnen egal sein. Das ist einfach verrĂĽckt, mehr ist dazu nicht zu sagen.

Viel wichtiger wäre es, die “Fremden” mit einem Wahlrecht auszustatten, damit sie sich nicht mehr als Fremde fĂĽhlen, Interesse an Ă–sterreich, der Gemeinde in der sie leben und Europa entwickeln. Integration ist nicht, wir zwingen ihnen unseren Lebensstil auf, nein, Integration heisst sich kennenlernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede finden, sich einbringen, aber heisst nicht Aufgabe von kulturellen Identitäten, im Gegensatz zur Assimilation. Der respektvolle Umgang mit neu Angekommenen trägt viel zu einer gelungenen Integration bei. Das hört man oft genug bei Diskussionen, wo sich ganze Dörfer fĂĽr Zuwandererfamilien einsetzen. Eine vernĂĽnftige Verteilung von FlĂĽchtlingen auf die wohlhabenderen Regionen Europas wĂĽrde eine Integration nach oben angefĂĽhrter Definition beschleunigen. Leider wird in der alltäglichen Diskussion immer das Beispiel Rumänien erwähnt, wobei es auch dort “reichere” Gegenden gibt, aber was wĂĽrde gegen Bratislava, Brno, Praha oder Katovice sprechen.

Epilog:
Genauso, wie bei den Themen Klima, Wirtschaft und Bildung, braucht es auch beim Thema Migration und Integration einen

⨂ Wandel am 29. September,

der sowohl im Kopf und im Herz, als auch im Parlament stattfinden muss,

Marcus Wahl-Lupu !

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