Keine Transparenz beim ORF

fayad Medien, Nationalratswahl 2019 3 Kommentare

Vor vier Monaten haben wir einen Offenen Brief an den ORF geschrieben, in dem wir unter anderem gefragt haben, wer beim ORF entscheidet, welche Parteien zu den TV-Diskussionen bei der Nationalratswahl eingeladen werden und warum. Vier Monate und unzählige Nachfragen später, bekommen wir nun heute diese Antwort.

Ist es wirklich zu viel verlangt vom öffentlich rechtlichen Fernsehen zu erfahren, wer dort Entscheidungen trifft, die massive Auswirkungen auf Wahlen haben?

Nein, ist es nicht.

Wir sind eine demokratische Partei und haben die Antrittshürde für die Nationalratswahl geschafft. Danach darf es keine zweite, absolut undemokratische und intransparente Hürde durch den ORF geben.

Wir müssen nicht in jedes TV-Duell eingeladen werden und natürlich auch nicht in die Kanzler-Duelle. Aber wenn es eine Elefantenrunde gibt, dann müssen dort auch alle Parteien, die bundesweit antreten, teilnehmen dürfen.

Hier muss der ORF umdenken und seinen öffentlich rechtlichen Auftrag erfüllen, damit die Wählerinnen und Wähler informiert entscheiden können wer sie vertritt und nicht eine Vorauswahl durch den ORF getroffen wird.

Kommentare 3

  1. Ich hätte mich sehr gefreut den „Wandel“ im ORF zu sehen. Es hat mich beschäftigt, warum ich von den kleinen Parteien nirgendwo was höre. Mfg

  2. Ich bin ein Freund des ORF, ich bin ein Freund des öffintlich rechtlichen Rundfunks und ich bin auch ein Freund des gebührenfinanzierten Rundfunks. Aber bei allen Vorteilen, die diese Art der Informationsverteilung mit sich bringt, sind seine Nachteile nicht zu übersehen. Ja ich bin sogar überzeugt davon, dass da System dahinter steckt, nicht zuviel Werbung für kleine Parteien zu machen und sie bei Diskussionen auszusparen. Man darf nicht vergessen, dass der ORF ein langsam gewachsenes Organ, auf über einen langen Zeitraum konkurenzlosen Betätigungsfeld wirkend, und auf Grund seiner Struktur und Eigentumsverhältnisse den zwei ehemaligen Grossparteien und mittlerweile auch dem Rechtsaussen zugetan ist. Naturgemäss wollen diese nicht, dass an ihren Anteilen, sowohl im ORF, als auch auf parlamentarischer Ebene , gekratzt wird.
    Der letzte Absatz trifft es gut. Der ORF muss umdenken und einen W a n d e l vollführen,

    Marcus Wahl-Lupu !

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