Kein Tierleid für Billigfleisch!

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95 Prozent der Schweine wird in Österreich routinemäßig der Schwanz gekürzt, obwohl dies europäischem Recht widerspricht.

Dies wird getan, weil unter den teilweise horrenden Haltungsbedingungen die Schweine aus Stress und Langeweile sich gegenseitig die Schwänze abbeißen. Bei ausreichendem Platz, eingestreuten Liegeflächen und angemessenem Beschäftigungsmaterial träte Schwanzbeißen dagegen nur selten auf.

Obwohl die EU-Kommission Österreich bereits im Vorjahr unter Androhung von EU-Vertragsverletzungsverfahren aufgefordert hat, Maßnahmen gegen das Kupieren zu ergreifen, passierte rein gar nichts. Laut europäischem Recht darf nämlich das sogenannte Kupieren nur als letzter Ausweg erfolgen, wenn alle anderen möglichen Maßnahmen – etwa mehr Platz und Stroheinstreu – versagen. Doch das wird den Tieren nicht zugestanden. Lieber sollen sie in ihren Käfigen leiden als dass wir ihnen genügend Platz, Stroh und Spielsachen zur Beschäftigung geben.

Die Fleischindustrie ist dabei das beste Beispiel dafür, was alles falsch läuft. Nicht nur geht es den Tieren schlecht dort, sondern auch den meisten Mitarbeiter:innen, die Löhne sind schlecht und die Arbeitsbedingungen hart. Die Bäuerinnen und Bauern profitieren ebenfalls meist wenig vom Geschäft. Nur noch wirkliche Großbetriebe und natürlich vor allem die Schlacht- und Handelskonzerne sind die wirklichen Gewinner, obwohl ihr Produkt für die Konsument:innen de facto gesundheitsschädlich oder zumindest ungesund ist.

Deshalb brauchen wir hier, wie bei vielem anderen, einen kompletten Neustart. Hin zu einer rein regionalen und biologischen Landwirtschaft und Viehzucht. Und natürlich ohnehin zu viel weniger Fleischkonsum, weil es um die Tiere geht, weil er das Klima zerstört und der Mensch gar nicht für so viel Fleischkonsum gemacht ist.

Wagen wir Wandel. Wir können nur gewinnen.

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