Stellt euch vor

fayad Demokratisches Wirtschaften, Gerechtigkeit, International 1 Kommentar

ihr könnt eure eigenen Kinder nicht einmal zwei Wochen im Jahr sehen. Stellt euch vor, ihr müsst sechs Tage die Woche 12 Stunden am Tag und mehr im Akkord schuften. Stellt euch vor, dass ihr mit eurem Lohn kaum überleben könnt. Stellt euch vor, dass ihr kaum Arbeitsrechte habt und vollkommen dem Fabrikbesitzer ausgeliefert seid.

Stellt euch vor, dass alles passiert nur, weil ein paar gierige Konzernbesitzer immer noch reicher werden wollen. Das ist Kapitalismus.

Und jetzt stellt euch vor, dass wir unsere Welt NICHT mehr von ein paar Kapitalisten und ihren politischen Handlangern regieren lassen. Stellt euch vor, wir leben Demokratie und diskutieren und entscheiden darüber, was richtig und falsch ist. Stellt euch vor, wir messen Erfolg am Gemeinwohl, an unserem und dem unserer Mitmenschen am anderen Ende der Welt. Stellt euch vor, wir leben in einer Welt, in der wir gemeinsam als Menschen und als Gemeinschaft nach Gerechtigkeit streben.

Das ist Wandel.

Kommentare 1

  1. Da gibt es heute zwei interessante Artikel im Standard. Der eine fragt ungeniert, welche Art von Kapitalismus wir wollen würden und lässt Klaus Schwab, den Gründer und Vorsitzenden des Weltwirtschaftsforums zu Wort kommen. Er wirbt in seinem Kommentar für das Modell des „Steakholder-Kapitalismus“, und meint, grosse Unternehmen sollten mit Interessensgruppen zusammenarbeiten, um den Zustand der Welt zu verbessern, im Gegesatz zum Shareholder-Kapitalismus, der nicht nachhaltig ist, so meint er weiter, der einen Verrat an zukünftige Generationen darstellt. Millennials und die „Generation Z“ möchten darüber hinaus nicht mehr für Unternehmen arbeiten, in Unternehmen investieren oder von Unternehmen Produkte kaufen, die kein umfassendes Wertesystem haben. Und das ist unbedingt der wichtigste Satz und gilt nicht nur für die Erwähnten, sonder für alle. Wir weigern uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, solche Betriebe zu unterstützen.
    Im andere Artikel „Cybermonday“, schildert eine Ex-Amazon-Angestellte die schlimmen Arbeitsbedingungen, wo es um monotone Arbeit, bei denen kaum Pausen erlaubt sind, und unerfüllbare Vorgaben geht, ihren Arbeitsalltag. Für die Mitarbeiter gelten zahlreiche Verbote. Kein Essen, keine Getränke in der Halle, abgesehen von Flaschen mit Wasser. Auch Mobiltelefone sind strikt verboten. Die alleinerziehnde Mutter durfte nichtmal ihre Telefonnummer an der Schule des Kindes für Notfälle hinterlassen. Auf Anfrage des STANDARD hinsichtlich der Vorwürfe der ehemaligen Mitarbeiterin reagiert der Konzern mit einem Dementi. „Für alle, die im Bereich der Lieferkette und Logistik arbeiten wollen, ist Amazon einer der besten Arbeitgeber“, heißt es in der Antwort. „Wir behandeln Mitarbeiter mit Respekt.“ Man betont, „umfassende Zusatzleistungen, großartige Karrieremöglichkeiten und einen sicheren, modernen Arbeitsplatz“ zu bieten.
    Die Kommentare zu den Artikeln sind höchst unterschiedlich und reichen von Akkordsystem und Prämien einführen, bis zu Boykott des Konzerns.

    Ich plädiere für einen —WANDEL—!

    Die ÖBB-Nebenstrecke „Schweinbarther Kreuz“ darf nicht eingestellt werden, wir gehen ums Eck in den Bücherladen und in die Bäckerei, wir fahren möglichst wenig mit dem Auto, das aber spritsparend, wir brauchen kein Amazon. Baustopp, keine weiter Zersiedelung und Versiegelung!

    Marcus Wahl-Lupu

    In meinem Kommentar habe ich auszugsweise aus dem Online-Standard zitiert. Die Quellen sind folgende Artikel:
    https://www.derstandard.at/story/2000111768852/der-preis-des-cybermonday-ex-amazon-angestellte-schildert-schlimme-arbeitsbedingungen
    https://www.derstandard.at/story/2000111738204/welche-art-von-kapitalismus-wollen-wir

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