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Gastkommentar von Erich Schlagitweit Als sich im Jahr 2000 eine schwarz-blaue Regierung bildete, um die Republik Österreich endgültig zum Selbstbedienungsladen politischer und wirtschaftlicher Eliten zu formen, stand ich vor 100erten Demonstranten am Stadtplatz meiner Heimatstadt und habe meine Stimmungslage dazu geäußert. Im Jahr 2006 habe ich daher auch konsequenterweise mich für den „change“ und somit für die Wahl von Alfred Gusenbauer eingesetzt und einen diesbezüglichen Aufruf des ehemaligen Finanzminister Lacina unterzeichnet. Von der Regierungsbildung bis Mehr

Beitrag von Michael Gunczy. …und das bei einer progressiven prekären Kleinpartei. Als ich mich 1988 selbstständig machte, reichte dazu etwas Sachkenntnis und ein Betrag von umgerechnet fünfzehntausend Euro aus. Nach fünfundzwanzig Jahren Selbstständigkeit habe ich eine recht gut abgesicherte Existenzgrundlage mit dem Handel und Service von Uhren geschaffen. Auch mein Privatleben ist bis jetzt recht glücklich verlaufen. Sowohl meine Partnerin, als auch unsere gemeinsame Tochter sind starke und kluge Frauen. Unser kleines Reihenhaus in Kagran Mehr

Gastbeitrag von Regina Gregory von Kleiner Fisch. Im Frühjahr und Sommer 1973 streikten in Deutschland über 300.000 Menschen, gegen den Willen Ihrer Gewerkschaften. Ihre Forderungen schlossen an die Geschichte vieler wilder Streiks seit den 1950er-Jahren an, von welchen es sowohl schmerzliche Niederlagen, wie den Streik bei Ford in Köln, doch es gab auch ganz ungewöhnliche Erfolge. Schauen wir uns an, was sich damals abspielte, und warum der Streik so erfolgreich war! Die Arbeiterinnen beim Automobilzulieferer Pierburg im Mehr

Die Zentralbanken des Euroraumes, inklusive der Österreichischen Nationalbank, haben über die letzten zwei Jahre hinweg zum ersten Mal eine systematische Erhebung der Vermögensverteilung zwischen Haushalten durchgeführt, den Household Finance and Consumption Survey (HFCS ). Die Ergebnisse zeigen, dass Vermögen in Österreich äußerst ungleich verteilt ist: Die reichsten 5% der Haushalte besitzen 45% des Bruttovermögens, die reichsten 20% besitzen 74%. In diesem Zusammenhang wurden in letzter Zeit Forderungen nach einer Erhöhung von Vermögens- und Wiedereinführung von Mehr

Läuft heute etwas schief in der Politik schreit eine Gruppe besonders laut: „Die Direkt-Demokraten“. Das sind jene Menschen und einschlägige Parteien, die aus Unzufriedenheit mit den derzeitigen PolitikerInnen für mehr direkte Demokratie, sprich Volksabstimmungen, eintreten. Denn die der Art getroffenen Entscheidungen sind dann durch die sogenannte Schwarmintelligenz immer die Richtigen. So lautet zumindest die Theorie wenn man den Piraten Glauben schenkt. Diese „Direkt-Demokraten“ betreiben hier aber bewusst oder unbewusst ein gefährliches Spiel mit der Demokratie. Mehr

Das europäische Sozialmodell, Garant und Bollwerk für den sozialen Frieden in Europa, ist in Gefahr. Nicht nur in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht. Nein, unser System ist auch menschlich und ökologisch ins Wanken geraten, und damit auch die Grundpfeiler unseres Sozialstaates. Während immer weniger Menschen von unserem politischen und wirtschaftlichen System profitieren, nimmt die Zahl der Systemverlierer beständig zu. Auch in Österreich verlieren immer mehr Menschen ihre soziale Absicherung durch prekäre Arbeitsverhältnisse und die seit geraumer Mehr

Zuerst Immobilienkrise. Dann Bankenkrise, Staatsschuldenkrise. Es folgten Eurokrise, Wirtschaftskrise, Arbeitsmarktkrise usw. Wie auch immer die Krise gerade genannt wird, interessiert eigentlich niemanden mehr. Denn Krise ist zum Dauerzustand geworden und in uns Allen besteht nach wie vor die Hoffnung, dass sie genauso schnell wieder verschwindet wie sie gekommen ist. Das wird sie diesmal aber nicht, denn diese Krise bedeutet nichts anders als dass die inneren Widersprüche und Unzulänglichkeiten unseres Systems nicht mehr verdeckt werden können. Mehr

Als unsere Politiker jeden Idealismus und Mut verloren und sich der Macht von Konzernen und „Investoren“ unterwarfen, um deren Interessen über das Gemeinwohl der Bevölkerung zu stellen. Als die uns aufgedrängte Sparwut unser mühsam aufgebautes Sozial- und Gesundheitssystem beschnitt und schließlich mehr Menschen von Armut betroffen waren als je zuvor. Als die Lohnquote am tiefsten Stand seit 30 Jahren angekommen war und die Gewinne aus Arbeit immer mehr dem „Besitzenden“ zufloßen. Als unser Pensionsystem beschnitten Mehr